Nas by Mass Appeal (Promo King's Disease)

GRAMMYs für Nas, Megan Thee Stallion, Anderson .Paak… diese say say Künstler wurden ausgezeichnet

Die GRAMMY Awards (ursprünglich Gramophone Award) sind die wohl wichtigste Auszeichnung der Musik- und damit auch der Hip-Hop-Welt, quasi die Oscars der Musik. Schon Max Herre rappte „wir wollen kein Echo wir wollen GRAMMYs“ (1999 auf Eimsbusch bis 0711).

In der Nacht zum Montag (15. März 2021) fand in Los Angeles die 63. Grammy Verleihung (63rd Annual Grammy Awards) statt. Soweit die Gäste persönlich an der Show teilnehmen durften, saßen sie an Tischen mit viel Abstand und mussten überwiegend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Host war Trevor Noah.

Mehr denn je spielten Hip-Hop- und R&B-Künstler eine riesen Rolle bei den GRAMMYs. Gewinnerin des Abends war Beyoncé, die mit den meisten Nominierungen (9) in den Abend startete und die meisten Auszeichnungen erhielt (4). Sie ist nun die Künstlerin mit den meisten Grammy-Auszeichnungen überhaupt (28!). Fun Fact: Beyoncés & Jay-Zs gemeinsame Tochter Blue Ivy (*2012) gewann ebenfalls einen Grammy, für ihre Mitwirkung an dem Track Brown Skin Girl.

Berücksichtigt wurde Musik, die zwischen dem 1. September 2019 und 31. August 2020 veröffentlicht wurde.

Rap

In der Hip-Hop-Welt am meisten Beachtung findet üblicherweise die Kategorie Best Rap Album. Hier gewann Nas für King’s Disease den ersten Grammy seiner Karriere und setzte sich damit gegen Freddie Gibbs & The Alchemist (Alfredo), D Smoke (Black Habits), Royce da 5’9″ (The Allegory) durch. Nas nahm weder an der Zeremonie teil noch hat er sich bislang auf seinen Social Media Kanälen zu der Auszeichnung geäußert.

Im Vergleich zu manch Hip-Hop-Klassiker, der mit dem Grammy ausgezeichnet wurde, wie The Score, The College Dropout, The Marshall Mathers LP oder DAMN. (eine Liste aller Gewinner-Alben gibt es bei Wikipedia hier) wirkt King’s Disease etwas blass. Dafür hatte Nas sträflicherweise bislang gar keinen Grammy gewonnen – auch nicht für Illmatic. So gesehen ist der jetzige Grammy vielleicht eher als eine Art Lifetime Achievement Award zu verstehen.

Die Kategorien Best Rap Song und Best Rap Performance gewannen beide Megan Thee Stallion und Beyoncé für den Savage Remix. Megan Thee Stallion gewann außerdem den Best New Artist Award und durfte bei der Verleihung gleich mehrfach live auftreten – solo und zusammen mit Cardi B. Mit letzterer performte sie ihren Hit WAP; angesichts des Texts für so eine Veranstaltung ein mutiger Schritt, um es vorsichtig auszudrücken.

Die Auszeichnung für Best Melodic Rap Performance (früher Best Rap/Sung Performance) konnte Anderson .Paak mit dem großartigen Lockdown für sich verbuchen – sowohl im Original als auch im Remix ein fester Teil des say say Programms. Zusammen mit seinem neuen Buddy Bruno Mars, performte Anderson .Paak als Silk Sonic außerdem live bei der GRAMMY Verleihung.

R&B

Best R&B Performance gewann Beyoncé für Black Parade.

Best Traditional R&B Performance ging für Anything For You an Ledisi. Mit einigen ihrer Uptempo-Nummern hörst du Ledisi regelmäßig bei say say.

Best R&B Song wurde Better Than I Imagined von Robert Glasper zusammen mit H.E.R. und Meshell Ndegeocello. H.E.R. konnte sich außerdem über den angesehenen Song of the Year Award für I Can’t Breathe freuen.

Best Progressive R&B Album wurde ein Album, aus dem wir ebenfalls viele Tracks im Programm haben, It Is What It Is von Thundercat.

Best R&B Album schließlich gewann Bigger Love von John Legend. Auf dem Album ist der großartige Track Actions, der wohl die meisten say say Hörer an The Next Episode von Dr. Dre erinnert.

Kanye West, Ice-T, KAYTRANADA

Kanye West hat überraschenderweise einen GRAMMY gewonnen, nämlich Best Contemporary Christian Music Album für Jesus Is King. Überraschend vor allem deshalb, weil er der Welt erst vor ein paar Monaten gezeigt hat, wie er einen Grammy in die Toilette geworfen und drauf uriniert hat. Weniger überraschend war da, dass Ye nicht an der Zeremonie teilnahm.

Ice-T konnte sich ebenfalls über einen Grammy freuen, nämlich Best Metal Performance mit seiner Gruppe Body Count.

Einer unser Lieblingsproduzenten, der Kanadier KAYTRANADA hat ebenfalls bei den GRAMMYs abgeräumt, allerdings nicht in der Rap-oder R&B-Kategorie. Er gewann Best Dance Recording für 10% featuring Kali Uchis und Best Dance/Electronic Album für BUBBA, übrigens eines unserer Alben des Jahres 2019 (unsere vollständige Liste hier).


Die vollständige Liste aller Nominierten und Gewinner findest du hier.

Den offiziellen YouTube Kanal der Recording Academy/GRAMMYs mit vielen Videos der Show hier.



Autor: Freddy; Foto: Mass Appeal

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