8 Hip-Hop Produceralben, die wir in diesem Jahr gefeiert haben

Producer sind für den Hip-Hop ungefähr das, was Salz für die Suppe ist. Ohne sie geht es einfach nicht, da können die krassesten Lyricists im Game noch so schön spitten. Unzählige legendäre Produzent:innen hat der Hip-Hop schon hervorgebracht und nicht wenige von ihnen haben bereits eigenständige Alben ganz ohne festen Rapper hervorgebracht.

Manchmal sind es lose Überbleibsel aus mehreren Jahren Arbeit, die zusammengefasst auf einer Platte landen und manchmal ist es ein perfekt arrangiertes Album mit viel Konzept dahinter. Manchmal sind es reine Instrumentalalben, wo einfach nur die Beats für sich stehen sollen und manchmal nehmen die Producer die Rolle von Kurator:innen ein und versammeln eine ganze Reihe an Artists auf einer Platte. Egal wie, Produceralben sind eine feste Institution im Hip-Hop und bereichern das Genre immer wieder.

2021 sind schon viele dope Produceralben erschienen – Grund genug, acht von ihnen in einer Liste zu sammeln. Welche deutschen Producer sich in unsere Liste an dopen Produceralben eingereiht haben und wer ansonsten dieses Jahr bereits abgeliefert hat, liest du in diesem Beitrag. Enjoy!


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Cookin Soul – Good Job

Das grade erste am 30. September veröffentlichte Album Good Job von dem spanischen Producer Cookin Soul kommt mit Features (meist alte Freestyles) von Curren$y, Evidence, Freddie Gibbs oder Mac Miller (RIP!) und jeder Menge groovy, say say-tauglichen Instrumentals. Der ursprünglich in der Mixtape-Era groß gewordene Cookin Soul bleibt der Tape-Linie treu und achtet nicht groß auf zusammenhängende Tracks, sondern haut stattdessen einen Banger nach dem anderen raus. Das bringt einen gewissen easy listening-Vibe ins Album und vor allem großen Spaß!

Good Job, Cookin Soul!


The Alchemist – This Thing Of Ours

Der große Hip-Hop Producer The Alchemist hat schon fast alle kommen und gehen sehen: Von den Dilated Peoples über Mobb Deep bis hin zu Freddie Gibbs – es gibt kaum jemanden im Osten oder im Westen der USA, der nicht schon mal auf einem Alchemist-Beat gerappt hat. Seit weit über 20 Jahren ist der Produzent aus Cali schon dabei und wird gefühlt einfach nicht müde. Auch dieses Jahr hat Alc bereits wieder in mehreren Projekten seine Finger gehabt. Eins davon ist This Thing Of Ours, eine sehr schöne Vier-Track-EP mit mehreren Underground-Rappern. Seine samplelastigen Instrumentals lässt er auf Vocals von dem ehemaligen Odd Future-Rapper Earl Sweatshirt, Griselda-Member Boldy James oder Pink Siifu treffen.

Und weil es The Alchemist ist und dieser Mann niemals nicht arbeitet, kommt nächste Woche (am 8. Oktober) bereits Teil 2 von This Thing Of Ours mit Gastauftritten von Danny Brown, MAVI oder MIKE.


the Kii – PIUPIUPIU

Das Mannheimer Duo the Kii hat für ihre Debüt-EP PIUPIUPIU nicht etwa lokale Künstler:innen versammelt, sondern auf Anhieb über den Tellerrand geschaut. Einige der Gäste, wie etwa Serious Klein (say say Beitrag zur Ludus EP) oder Kelvyn Colt, sind zwar in Deutschland ansässig, rappen aber ebenfalls komplett englischsprachig, sodass die gesamte PIUPIUPIU-EP mit internationalem Flair versehen ist. Weitere Gäste wie Mick Jenkins, Elijah Malik (gleich 3x vertreten) oder Siimba Selassiie machen ihren Job ebenfalls richtig gut! Sehr ansehnliches Debüt, das Lust auf mehr Produktionen von the Kii macht.


Khrysis – The Hour Of Khrysis

Mit einem absolut wahnsinnigen Featureaufgebot im Gepäck hat der Justus League-Produzent Khrysis im April 2021 sein Produceralbum The Hour of Khrysis nach langer Arbeitszeit veröffentlicht. Und wirklich, seine Stunde hat hier tatsächlich geschlagen: Über 14 Tracks versammelt der Producer, über den Mentor 9th Wonder mal gesagt hat, dass er deutlich besser produziere als er selber, alles vom absoluten Untergrund bis Spitzenklasse. Busta Rhymes und De La Soul sind genauso mit dabei wie Rapsody, Sa-Roc oder Pharao Monch. Obendrauf rappt Khrysis sogar mehrfach selber.


Shuko – Cookies & Cream 5

Shuko, der Mann, der quasi Dauergast in der MORNINGSHOW ist (schon 3x dagewesen!) hat viel zu tun gehabt dieses Jahr. Da stand das neue Album trip von Cro an, für den der Mainzer Produzent schon immer viel produziert hat, und da stand Kanye Wests neues Album Donda an, auf dem Shuko einen Teil für Pure Souls beigesteuert hat. Nebenbei hat der Producer aber noch Zeit gefunden, um seine eigene Instrumental-Album-Reihe zu beenden. Cookies & Cream 5 ist im Juli erschienen und hat als finaler Teil der Reihe wieder mal jede Menge jazzy Sounds mit Hip-Hop vermischt. Gemeinsam mit F. Of Audiotreats, dem anderen Teil der Produktion, ist hier ein ganz leichtfüßiges Album entstanden, das die Reihe würdig beendet.


Statik Selektah – The Balancing Act

Streng genommen schon letztes Jahr im November erschienen (say say Artikel dazu), was uns aber nicht davon abgehalten hat, The Balancing Act dieses Jahr viel in Rotation gehabt zu haben. Auf 16 Tracks demonstriert Statik seine Fähigkeit des Networkings und lässt Acts wie Dave East & Method Man, Joey Bada$$ & Nas oder Blu & Evidence aufeinandertreffen. Sehr dopes Album, das zeigt, wie gut Producer ihre Alben kuratieren können.


Madlib – Sound Ancestors

Der Beat Konducta hat Anfang des Jahres ein reines Instrumental-Album veröffentlicht, das einfach nur zum Zurücklehnen und Genießen ist. Nur knapp einen Monat nachdem der Tod seines Madvillainy-Partners MF DOOM (RIP!) öffentlich gemacht wurde, ist Sound Ancestors released worden. Der durchgehend fließende Sound ist vom britischen Electronica-Künstler Four Tet arrangiert worden, der genau weiß, wie er Madlibs Instrumental in ein zusammenhängendes Soundbild bringen kann und so wunderschöne Momente schafft. Absolutes Highlight ist die Dilla-Hommage Two for 2, die gefährlich nahe an den Donuts-Sound vom Großmeister kommt.


Bluestaeb – GISEKE

Ein weiterer deutscher Producer auf dieser Liste in Leon Giseke macht unter dem Künstlernamen Bluestaeb schon seit einiger Zeit Musik. Vor allem Deutschrap-Hörer:innen mit Faible für Artists wie Döll, Juse Ju oder Chefket dürfte Bluestaeb bereits ein Begriff sein. Der mittlerweile in Paris lebende Produzent vermischt für GISEKE funkige und R&B-lastige Elemente, die durch Vocals von vorrangig internationalen Künstler:innen wie Mick Jenkins, Ric Wilson oder JuJu Rogers in Szene gesetzt werden.


Producer auf say say

Songs dieser Producer hörst du natürlich regelmäßig auf say say. Mal als Main Artist, mal als Begleitung einiger der dopesten Hip-Hop Künstler:innen aber immer mit ihren feinsten Sounds. Tune in!


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Autor: Matthi (Mostdope) | © Beitragsbild: Pexels (Pixabay)

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