Beitragsbild: Common – "Let Love"

Common – „Let Love“ • Review & Stream

Common ist mit seinem zwölften Studioalbum „Let Love“ (VÖ: 30. August 2019) zurück. Ich habe mich wahnsinnig darauf gefreut und ein großes Hip-Hop-Album erwartet!

Der Rapper, Schauspieler („Terminator“, „John Wick“), zigfacher Award-Träger (u. a. Oscar, Grammy, Emmy), Aktivist und mittlerweile sogar Bestsellerautor aus Chicago ist für mich ein ganz besonderer Künstler. Seit seinem Debütalbum „Can I Borrow A Dollar?“ Anfang der 1990er-Jahre (damals nannte er sich noch Common Sense) kann mich Common musikalisch und inhaltlich immer wieder überzeugen. Der Mann hat was zu sagen und tut das auf eine intelligente, reflektierte und soulful Art, die mich begeistert.

Sein neues Album „Let Love“ ist inspiriert von den Memoiren der 47-jährigen Hip-Hop-Ikone: „Let Love Have the Last Word“ (VÖ: 7. Mai 2019, New York Times Bestseller). Common, bürgerlich Lonnie Corant Jaman Shuka Rashid Lynn, beschreibt es selbst als Wiedergeburt: „Ich habe mich komplett geöffnet und musste dafür musikalisch neue Wege beschreiten, die extrem persönlich und spirituell sind.“

Neu. Persönlich. Spirituell. Klingt „Let Love“ wirklich so?


© Durimel


So klingt „Let Love“ von Common

In drei Worten: persönlich, spirituell, soulful!

Meine Favoriten von „Let Love“ im Überblick und bereits auf say say • soulful hip-hop radio zu hören:

  • „HER Love“ ft. Daniel Caesar & Dwele
  • „Hercules“ ft. Swizz Beatz
  • „Show Me That You Love“ ft. Jill Scott & Samora Pinderhughes
  • „Forever Your Love“ ft. BJ the Chicago Kid
  • „My Fancy Free Future Love“

Absolut, „Let Love“ klingt sehr persönlich. Common behandelt Themen wie den Balanceakt zwischen Karrierearbeit und Erziehung der eigenen Tochter, die im Track „Show Me That You Love“ sogar zu Wort kommt. Man erhält tiefe Einblicke in die Seelenwelt des Rappers und das auf eine sehr angenehme Weise.

Klingt „Let Love“ spirituell? Ja, irgendwie schon. Es ist schwer zu beschreiben, was das konkret bedeutet. Ein gewisser Hauch an Spiritualität ist die gesamte Spiellänge über zu spüren, ohne in den Vordergrund zu drängen. Die Tracks haben alle etwas Erhabenes.

Neu trifft es in meinen Ohren nicht ganz auf den Punkt. Common betritt auf „Let Love“ kein musikalisches Neuland, vielmehr klingt das Album wie die Definition der Essenz seines stilprägenden Sounds. Soulful!

Seine Gäste (u. a. Jill Scott, Swizz Beatz, Daniel Caesar, Leikeli47, BJ the Chicago Kid) passen sich perfekt ins Stimmungsbild ein. Produziert haben im Wesentlichen Karriem Riggins, Burniss Travis und Samora Pinderhughes. Einzige Ausnahme: Für „HER Love“ kam ein Beat von J Dilla (R.I.P.) zum Einsatz.

Fazit: „Let Love“ ist ein rundum starkes und intimes Album, das die zutiefst persönlichen Seiten des Ausnahmekünstlers Common zeigt!


© Durimel


Fakten zu „Let Love“ von Common

Künstler: Common
Album: Let Love
VÖ: 30. August 2019
Anzahl der Tracks: 11
Laufzeit: 46 Minuten


Common – „HER Love“ ft. Daniel Caesar & Dwele • Video


Common – „Show Me That You Love“ ft. Jill Scott & Samora Pinderhughes • Video


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Kategorie: Reviews | Autor: Tim

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