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JEAN-MARC HEUKEMES ON AIR

Interviews mit Hip-Hop-Künstlern aus dem deutschsprachigen Raum, Hip-Hop-Musik und dope Beats bzw. Instrumentaler Hip-Hop – mit diesen drei Elementen hat sich die JEAN-MARC HEUKEMES ON AIR-Show seit Jahren eine große Fanbase und viel Anerkennung in der Szene aufgebaut.


++ Update Oktober 2020: die JEAN-MARC HEUKEMES ON AIR Show gibt es zukünftig wieder als Video-YouTube-Show (wie zuvor); als reine Radioshow auf say say hörst du die Show am 27. Oktober 2020 zum letzten Mal; Danke Jean-Marc und allen Interviewgästen!! viel Erfolg weiterhin mit der Show! ++


Jean-Marc Heukemes ist Radioprofi seit über 15 Jahren und arbeitet aktuell u.a. für Deutschlandfunk Nova, MDR Aktuell oder MDR Kultur. Mehr Infos zu Jean-Marc gibt’s unten in unserem Kurz-Interview!


Jean-Marc Heukemes (Foto: Joachim Blobel)

Jean-Marc Heukemes – Kurz-Interview

Jean-Marc, stell dich bitte kurz vor: Woher kommst du, wo lebst du, was machst du?

Ich komme gebürtig aus Fulda, habe da aber nur eine Woche im Krankenhaus abgehangen. Dann ging es nach Würzburg, Oldenburg, Baden-Baden, Konstanz, Baden-Baden und zu guter Letzt nach Halle (Saale) meiner derzeitigen Wahlheimat. Ich arbeite seit 15 Jahren als Moderator, Redakteur, Planer, Reporter, Nachrichtensprecher und Autor für verschiedene ARD-Radiostationen. Darunter SWR Das Ding, SWR 2 & 4, RBB Fritz, MDR Sachsen-Anhalt, MDR1 Radio Sachsen und aktuell und am längsten für Deutschlandfunk Nova, MDR Aktuell und MDR Kultur. Nebenher, und auch in meiner Tätigkeit für die Radiostationen, arbeite ich als Hip Hop Journalist und bin seit 2011 durchgehend mit eigener Hip Hop Show bis 2017 bei MDR Sputnik, ab 2014 bis 2018 bei Deutschlandfunk Nova und zuletzt mit der YouTube Hip Hop Show „Vinyl Digital präsentiert Jean-Marc Heukemes OnAir“ auf Sendung.

Wie bist du zu Hip-Hop gekommen?

In meiner Familie hat Musik schon immer eine große Rolle gespielt, mein Vater war eine Zeitlang Profimusiker und Schlagzeuger und es lief vor allem viel Soul und Funk in den heimischen Räumen. Zudem blieb mir als Stöpsel von fünf Jahren nichts anderes übrig, als dem Vater nach zu eifern und auch Schlagzeug zu spielen. So stieg das Interesse an Musik und 1989/90 stieß ich aufgrund zweier CDs von EPMD und Gang Starr auf Hip Hop. Ein Jahr später dann auch auf deutschen Hip Hop und zwar durch den Sampler „Krauts with Attitude“.

Wann ging es mit dem Radio los und wie kam es zu deiner ersten Hip-Hop-Show?

Mit Radio habe ich 1998 beim Oldenburger Sender O1 begonnen. Da mein Vater seit Mitte der 80er Jahre beim Radio arbeitete und ich als Kind schon zu Hause neben Schlagzeugunterricht, Hip Hop und DJing immer Radio im Kinderzimmer gespielt hatte, wollte ich es mal richtig versuchen. So ging es los, dass ich zwei Mal im Monat eine Stunde lang US und deutschen Rap präsentiert habe. 2002 ging es dann für ein Praktikum zum SWR, ab 2003 folgte ein Volontariat zum Radiomoderator und Redakteur und so wurde aus der Leidenschaft für Hip Hop und der Begeisterung für Radio mein derzeitiger Beruf.

Was können die Hörer von deiner Show JEAN-MARC HEUKEMES ON AIR auf say say erwarten?

Ganz subjektiv gesagt, zwei Stunden feinsten, neuen deutschen Hip Hop von Künstlern die in den Hip Hop Medien eher selten bis gar nicht stattfinden. Das können etablierte, jüngere und ganz neue Acts sein. Zudem wird es auch die ein oder andere ältere Perle aus dem Untergrundrap zu hören geben. Außerdem gibt es Interviews mit Künstlern der Rap, Hip Hop und Beatmaker Szene die eine bis zwei Stunden bei mir zu Gast sind. Es gibt Liverap, Plattenempfehlungen und Infos zu anstehenden Veröffentlichungen.

Wie schaffst du es, die meisten Künstler für die Interviews zu dir nach Hause zu holen?

Das ist ziemlich einfach, sie kommen gerne auf einen Plausch vorbei. Vielleicht liegt es aber auch nur an meiner Ginsammlung und dem leckeren Kuchen meines Lieblingskonditors. 

Bitte nenne drei deutschsprachige Hip-Hop-Alben und drei Instrumental-Alben, die dir wichtig sind?

MC Rene mit „Renevolution“ – hat mich 1995 voll abgeholt, thematisch, Renes Rapstyle, aber auch beattechnisch. Da waren ja auch nur dope Jungs beteiligt die heute noch Jeder kennt: Roe Beardie, Zeb-Roc-Ski, Glammerlicious, Tobi & Das Bo, DJ Mirko Machine, DJ Stylewarz, Blade, Stieber Twins („Fenster zum Hof“ müsste ich hier auch nennen), Fader Gladiator, Future Rock und einige mehr. Für mich war eigentlich 1995 klar, MC Rene wird der erste große Rapstar Deutschlands, gut, kam etwas anders, aber Rene hat besonders in den vergangenen Jahren gezeigt das mit ihm weiterhin zu rechnen ist.

Creutzfeld & Jakob mit „Gottes Werk und Creutzfelds Beitrag“ – ein Album zudem auch schon alles gesagt und geschrieben wurde. Der Pott im Haus, schon zwei Jahre vorher erschien das RAG Album „Unter Tage“, auch ein grandioses Album und bis heute ein Klassiker, aber die Scheibe von Creutzfeld & Jakob hat mich persönlich noch mehr abgeholt. Und Lakmann gehört bis heute zu den dopsten Rappern des Landes.

Huss und Hodn mit „Jetzt schämst Du Dich“ – hat 2007 sowas von bei mir eingeschlagen! Dieses auf alles Sch***en und einfach Rap und Beats so präsentieren wie man eben Bock drauf hat. Deutscher Hip Hop war einige Jahre Anfang der 2000er für mich nicht mehr cool und dann kamen um 2004/2005 so Jungs wie Morlockk Dillemma, V.Mann aka Hiob, Audio88, Yassin, Sir Search oder eben der heutige Retrogott und Hulk Hodn um die Ecke mit super dopen Alben. Gerade von Morlockk Dilemma, Hiob und Retrogott & Hulk Hodn könnte ich hier auch jedes Album nennen!

Pete Rock mit „PeteStrumentals“ – Pete Rock ist seit 1991, damals ja noch mit C.L. Smooth am Start, ein ständiger Begleiter meines Hip Hop Konsums. Ob nun eben mit C.L., oder als Produzent für gefühlt jeden großen Rapper des Erdballs, oder Solokünstler oder oder oder. Seine Musik läuft bei mir immer und „PeteStrumentals“seit der Veröffentlichung 2001 mehrfach im Jahr.

Melting Pot Music mit ihrer Beat/Instrumental-Reihe „Hi-Hat Club Vol.1 bis Vol.7“ mit Beiträgen von Twit One, Hulk Hodn, Suff Daddy, Dexter, Brenk Sinatra, Fid Mella, Full Crate, FS Green, DJ Adlib und Knowsum. Ist zwar nicht ein Album, aber konnte mich für keins der sieben entscheiden, liebe sie Alle!

Fid Mella mit „A“ – Fid Mella wird mir persönlich viel zu selten genannt, wenn es um extrem dope Produzenten aus dem deutschsprachigen Raum geht. 2016 lief dieses Album auf Dauerschleife beim Joggen, Autofahren und chillen und vor allem hat er für mich mit diesem Album die Latte noch mal höher gelegt was zukünftige Beatalben angeht.

Vielen Dank für das Interview, Jean-Marc!

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JEAN-MARC HEUKEMES ON AIR, hier zu YouTube-Zeiten
im März 2020 mit Gästen Retrogott & HulkHodn


Kategorie: Shows | Autor: Freddy | Foto Jean-Marc: Joachim Blobel| Logo: Bambi

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