„Illmatic“ von Nas • 25 Jahre

Nas‚ Debütalbum „Illmatic“ wird 25 Jahre alt! Der Klassiker des legendären MCs aus Queensbridge, New York, erschien am 15. April 1994 in Deutschland (Wikipedia) und am 19. April 1994 in den USA. „Illmatic“ gilt als eines der besten und einflussreichsten Hip-Hop-Alben aller Zeiten. Wir widersprechen nicht.

Du liebst „Illmatic“? Sehr gut! Wir auch – daher lassen wir Nas‘ Klassiker zum 25-jährigen Jubiläum auf say say eine ganze Woche lang hochleben:

ILLMATIC-WOCHE auf say say vom 15. – 22. April 2019!

  • Bis einschließlich Ostermontag (25. April) hörst Du auf say say verstärkt die zehn Original-Tracks von „Illmatic“, ausgewählte Remixe, Live- und Orchester-Versionen, Tribut-Songs von Künstlern wie Elzhi und Fashawn sowie Tracks, die für „Illmatic“ gesamplet wurden.
  • In der MORNINGSHOW hörst Du Hintergrund-Storys zum „Illmatic“-Album.
  • Unser Mann 12 Finger Dan hat exklusiv für say say drei einstündige ILLMATIC-SPECIALS gemixt:
    • Teil 1: Gründonnerstag, 18 Uhr (Wiederholung Folgetag, 12 Uhr)
    • Teil 2: Karfreitag, 18 Uhr (Wiederholung Folgetag, 12 Uhr)
    • Teil 3: Ostersamstag, 18 Uhr (Wiederholung Folgetag, 12 Uhr)
    • Teile 1 – 3 am Stück: Ostermontag, 12 Uhr
  • Last but not least hat Tim unten ein paar überraschende Fakten zu „Illmatic“ zusammengetragen!

Happy Birthday, „Illmatic“! We love you!


Produziert wurde „Illmatic“ von DJ Premier, Pete Rock, Large Professor, Q-Tip, L.E.S., Faith N. und Nas selbst.

So weit, so bekannt. Es gibt allerdings Fakten zu diesem Klassiker der Hip-Hop-Geschichte, die weniger geläufig, dafür umso spannender sind. Zum Anlass des 25-jährigen Jubiläums von „Illmatic“ haben wir zehn davon für dich zusammengetragen. Viel Spaß damit!

10 überraschende Fakten zu „Illmatic“ von Nas

1. Large Professor hat die Texte von Nas überarbeitet

Richtig gelesen, Nas hat „Illmatic“ nicht im Alleingang geschrieben. Wie der Rapper laut Complex 2002 gegenüber Mass Appeal verriet, erhielt er tatkräftige Unterstützung von Large Professor. Dieser schaute mit strengem Blick auf die Texte des jungen MCs, strich Worte und trug somit auch abseits seiner Produktionen (Halftime, One Time 4 Your Mind und It Ain’t Hard To Tell) maßgeblich zum Erfolg des Albums bei.

2. Busta Rhymes sollte auf den Beat zu „Halftime“ rappen

Wieder Large Professor, wieder eine spannende Information. Wie MTV 2014 berichtete, bot Extra P zunächst keinem Geringeren als Busta Rhymes den Beat zum Track „Halftime“ an. Dieser war jedoch nicht interessiert und so wurde daraus die erste Nas-Single, die 1992 auf dem Soundtrack zum Film „Zebrahead“ landete.

 

Cover vom Album „Illmatic“ von Nas

 

3. Russell Simmons hätte „Illmatic“ über Def Jam herausbringen können, wollte er aber nicht

Der Legende nach hatte der Mitbegründer von Def Jam Records die Sorge, dass „Illmatic“ ein kommerzieller Flop werden könnte. Er ließ die Chance verstreichen, Nas auf seinem Label unter Vertrag zu nehmen. Der Rapper erinnerte Russell Simmons angeblich an Kool G Rap, der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viele Platten verkaufte.

4. „Illmatic“ war tatsächlich kein Top-Seller

Klar, 94.000 verkaufte Einheiten in einer Woche sind beachtlich. Verglichen mit anderen Releases kann man im Fall von „Illmatic“ jedoch nicht von einem Kassenschlager sprechen. Gold gab es erst 1996 und Platin gar erst 2001. Bei all der guten Kritik und einer Five-Mics-Bewertung im Magazin The Source verwunderlich.

5. Dass „Illmatic“ so kurz ist, war keine Absicht

„Illmatic“ beweist eindrucksvoll, dass Weniger manchmal Mehr ist. Zehn Tracks und eine Gesamtspielzeit von 39 Minuten waren für ein Album in den 1990er-Jahren eine Seltenheit. Wie Complex schreibt, war die Kürze keine Absicht, sondern kam dadurch zustande, dass es Columbia Records eilig hatte.

Nas war in den Jahren vor der Veröffentlichung seines Debütalbums bereits in aller Munde und es kursierten etliche Bootlegs seiner Tracks. Es bestand die Gefahr, den Höhepunkt des Hypes durch ein zu langes Hinauszögern des Releases zu verpassen. Ursprünglich sollte „Illmatic“ deutlich länger werden.

 

© Warner Music

 

6. Nas wollte vor Biggie „Juicy Fruit“ von Mtume samplen

1994 landete The Notorious B.I.G. mit „Juicy“ einen seiner größten Hits. Der Track basiert auf einem Sample des Tracks „Juicy Fruit“ der New Yorker Soul- und Funkband Mtume. Nas wollte besagtes Stück ebenfalls als Grundlage für einen seiner Songs nutzen und bat laut Complex und MTV den Produzenten L.E.S., die Platte mit ins Studio bringen.

L.E.S. hatte „Juicy Fruit“ jedoch nicht in seiner Sammlung und brachte stattdessen „Yearning for Your Love“ von The Gap Band mit, woraus dann „Life’s a Bitch“ entstand. Der Track war derart beliebt, dass sich nach der Veröffentlichung diverse Labels darum rissen, Gastrapper AZ zu signen. Dieser landete letztlich bei EMI, wo er sein Debütalbum „Doe or Die“ herausbrachte.

7. Rechtlich am schwierigsten zu klären war ein Sample aus dem Film „Wild Style“

Auf „Illmatic“ finden sich Samples von großen Musikacts wie die bereits erwähnte The Gap Band, Michael Jackson und Whodini. Rechtlich schwieriger zu klären war allerdings die Nutzung einer Audioaufnahme aus dem Film „Wild Style“ (1983) von Charlie Ahearn für das „Illmatic“-Intro „The Genesis“, wie MTV berichtet.

8. Der Albumtitel von „Illmatic“ ist einem Freund von Nas gewidmet

Für Nas hat der Albumtitel verschiedene Bedeutungen, wie es bei Wikipedia heißt. Zum einen steht „Illmatic“ als Synonym für „Das Ultimative“, was auf den Sound der Platte bezogen ist. Zum anderen ist der Titel Illmatic Ice gewidmet – einem Freund von Nas, der zum Zeitpunkt der Arbeiten am Album im Gefängnis saß.

 

Cover vom Album „Illmatic XX“ von Nas

 

9. Jay-Z samplete „The World Is Yours“ für sein Debütalbum

Lange bevor Jigga und Nas ihre viel beachtete Fehde austrugen, beeinflussten sie sich auf positive Art und Weise gegenseitig. So nutzte Jay-Z für sein Debütalbum „Reasonable Doubt“ (1996) ein Sample des Tracks „The World Is Yours“ von Nas für den Song „Dead Presidents“, der ebenfalls zum Hit avancierte.

10. Nas beflügelte mit einem Shout-out an Cormega dessen Karriere

Cormega, der aus Brooklyn stammte, und Nas waren Anfang der 1990er-Jahre befreundet. So widmete Nas im Track „One Love“ seinem Homie, der zu dieser Zeit im Gefängnis saß, eine Zeile („What up Cormega?“). Nachdem Cormega wieder in Freiheit war, startete er eine eigene Rap-Karriere (empfehlenswert besonders sein zweites Album „The True Meaning“).



Autor: Tim

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