Run DMC Raising Hell, Ice-T Original Gangster, De La Soul De La Soul Is Dead, Missy Elliott Miss E So Addictive - Cover

Run DMC, De La Soul, Ice-T, Missy Elliott – 4 Klassiker feiern Jubiläum

Vier Hip-Hop-Klassiker-Alben feiern Jubiläum! Die einen oder anderen werden es schon in der MORNINGSHOW LIGHT mitbekommen haben: Dieses Wochenende (14. und 15. Mai) feiern gleich vier legendäre Alben runden Geburtstag. Raising Hell von den Hip-Hop Pionieren Run DMC wird 35 Jahre alt, O.G. Original Gangster von Ice-T und De La Soul Is Dead von De La Soul feiern beide jeweils 30-jähriges Jubiläum und Missy Elliotts Miss E… So Addictive wird immerhin schon 20.

Das lassen wir uns hier bei say say natürlich nicht entgehen und feiern die großartigen Werke. Über die Woche konntest du bereits Audiobeiträge zu den einzelnen Alben hören, hier im Blogpost gibt es jetzt nochmal einige Zeilen zur Einordnung in die Hip-Hop-Geschichte zu lesen. Enjoy!


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Run DMC – Raising Hell (15. Mai 1986)

Run DMC - Raising Hell - Cover
© Cover: Arista Records

Kings from Queens, from Queens come Kings / we’re raisin hell like a class when the lunch bell rings. Das Lieblingsalbum von Chuck D wird stolze 35 Jahre alt! Raising Hell ist wahrscheinlich das Album von Run DMC, von dem die breite Masse die meisten Tracks kennt. Peter Piper, My Adidas, It’s Tricky, You Be Illin oder Walk This Way: Der Großteil ihrer ganz großen Tracks ist auf ihrer dritten Platte zu finden. Das ist übrigens auch bei Spotify zu sehen, wo drei ihrer Top 5-Tracks von diesem Album stammen (It’s Tricky, Walk This Way, Peter Piper).

Run, DMC und Jam Master Jay (RIP!) haben mit Raising Hell damals maßgeblich dazu beigetragen, dass Hip-Hop stärkere Beachtung im Mainstream gefunden hat. Es wurde zum ersten Rap-Album mit Multiplatinstatus und mit My Adidas und einem zugehörigen, lukrativen Adidas-Deal begann im Prinzip so richtig die innige Beziehung zwischen Hip-Hop und Mode. Ganz zu schweigen von dem Aerosmith-Feature Walk This Way, das für die erste Grammynominierung eines Rap-Songs sorgte.

Riesen Album, das wahnsinnig viel für den Hip-Hop und seinen Status gemacht hat. Nicht umsonst hat Chuck D die Jungs aus Hollis in dem Gastbeitrag für das Rolling Stone-Magazin als Beatles of Hip-Hop bezeichnet.


De La Soul – De La Soul Is Dead (14. Mai 1991)

De La Soul - De La Soul Is Dead - Cover
© Cover: Tommy Boy

De La Soul Is Dead: Was erstmal klingt wie die Ankündigung eines finalen Albums, ist in Wirklichkeit der wütende Zweitling einer sich missverstanden fühlenden Rapcrew gewesen. Nach dem Debüt 3 Feet High And Rising aus 1989 bekamen De La Soul den Stempel als Hippies und Spaßrapper aufgedrückt. Dem entgegen setzten sie dieses Album, das ernstere und rauhere Töne anschlug.

Auch trotz der demonstrierten Abkehr von Peace, Love and Unity des Debütalbums blieben die Jungs ihrem teils absurden Humor, den ausgefallenen Storytellern und Skits sowie Prince Paul als Produzent treu. Düstere Themen wie Kindesmissbrauch oder steigende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen stießen aber in neue Ecken vor.

Dieser plötzliche Stilwechsel führte übrigens dazu, dass De La Soul Is Dead anfangs nicht wirklich Erfolg hatte und im Gegensatz zum Debüt auf negative Kritiken sowie schlechte Verkaufszahlen trafen. Erst Jahre später wandelte sich die Wahrnehmung, als Magazine wie Rolling Stone oder The Source den Einfluss auf den Hip-Hop erkannten und es als eines der besten Hip-Hop Alben der 90er betitelten.

Wegen Streitigkeiten mit dem damals veröffentlichenden Label Tommy Boy gibt es das Album bislang nicht auf den Streaming-Portalen. Auf say say hörst du aber natürlich trotzdem die Tracks des Albums, wie z.B. einen unserer absoluten Lieblinge in A Roller Skating Jam Named Saturdays.


Ice-T – O.G. Original Gangster (14. Mai 1991)

Ice-T - O.G. Original Gangster - Cover
© Cover: Sire Records

Sein damals bereits viertes Album veröffentlichte Ice-T vor dreißig Jahren im Mai 1991. Es gilt heute noch als eines der prägenden Gangsta-Rap Alben und hat mit einigen Songs auch abseits der Musik für Aufsehen gesorgt.

Unter den 24 Tracks findet sich bspw. New Jack Hustler (Nino’s Theme), der gleichzeitig auch auf dem Soundtrack zum Film New Jack City war. In dem Streifen mit Wesley Snipes in der Hauptrolle hatte das Multitalent Ice-T selbstverständlich auch eine Rolle, denn er wechselte für den Film die Seiten und spielte den NYC Police Detective Scotty Appleton.

Außerdem in der Tracklist des Jubiläumsalbums: Body Count. Mit diesem Genremix aus Rap und Rock/Metal stellte Ice-T damals seine gleichnamige Hardcore Band Body Count der breiten Masse vor. Seine vorher unbekannte Band gewann schlagartig an Popularität und sorgte nur ein Jahr später für riesige Diskussionen, als sie das Album Cop Killer inkl. gleichnamiger Single veröffentlichten. Insbesondere in Verbindung mit den L.A. Riots (lies dir hier unseren Artikel dazu durch) führte das zu massiver Kritik von Polizeiverbänden und Politikern. Endeffekt war eine Umbenennung des Albums in Body Count und die Neuauslieferung des Albums – diesmal ohne den kontroversen Song.

Und sonst? Neben diesen Großereignissen war O.G. Original Gangster vor allem eins: Ein dynamisches, abwechslungsreiches Hip-Hop Album mit beißender Sozialkritik, ganz viel Gangstergeschichten und dem typischen Ice-T Humor.


Missy Elliott – Miss E… So Addictive (15. Mai 2001)

Missy Elliott - Miss E... So Addictive - Cover
© Cover: Elektra Entertainment

Missys drittes Album hat sie 2001 endgültig in die Superstarebene katapultiert. Nach den schon sehr erfolgreichen ersten beiden Werken Supa Dupa Fly und Da Real World legte Miss E… So Addictive nochmal eine Schippe drauf. Allein die Gästeliste hat alles gefeatured, was Rang und Namen hat: Method Man, Redman, Eve, Ludacris, Busta Rhymes (zumindest in einem Interlude), Da Brat; sogar Jay-Z hat sich auf einem Remix-Song die Ehre gegeben.

Zwei der größten Hits des Albums kamen aber ganz alleine von Miss E herself. Get Ur Freak On und Lick Shots sind wie gemacht gewesen für die Clubs auf der Welt und haben diese dementsprechend dominiert. Zu den Up-Tempo Singles gesellten sich auch langsamere Balladen wie Take Away oder funkigere Tracks wie Dog In Heat – kurzum ein super abwechslungsreiches Album.

Diese Vielfältigkeit im Sound ist zum Teil Timbaland zuzuschreiben. Wie bereits auf ihren Alben zuvor bildeten die beiden ein kongeniales Produzentenduo, das tanzbare Instrumentals irgendwo zwischen R&B und Hip-Hop gebastelt hat.

Miss E… So Addictive hat nicht nur süchtig gemacht (sogar Michelle Obama kann Get Ur Freak On auswendig), es hat auch großen Einfluss auf folgende Artists wie Nicki Minaj gehabt. Nicht umsonst wird gerne mal gesagt, dass das Album auch heute noch erscheinen könnte und zumindest soundtechnisch nicht ein bisschen aus der Reihe fallen würde neben der anderen Musik – und das mit seinen mittlerweile 20 Jahren.


Jubiläumsalben auf say say

Vier Alben, die alle aus höchst unterschiedlichen Ecken stammen aber trotzdem durch ihren großen Stellenwert im Game verbunden sind! Tracks aus jedem einzelnen der großartigen Alben hörst du natürlich regelmäßig auf say say. Also tune in!


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Autor: Matthi (Mostdope)

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