Juga-Naut by Matej Rehulek

Geheimtipps: Sechs Artists, die wir euch noch mit auf den Weg geben wollen

Unsere Hip-Hop Geheimtipp-Formatreihe: Hier stelle ich Künstler:innen vor, die eindeutig zu sehr unter dem Radar fliegen und dabei eigentlich rein von den Skills her deutlich bekannter sein sollten. say say steht eben nicht nur für die großen Klassiker aus der Golden Era, sondern auch für das Entdecken von unbekannteren, aber nicht weniger soulful Artists. Deshalb gab es hier im Blog einige Vorstellungen von unseren Lieblingsentdeckungen aus Toronto, Orlando, New York oder sogar Kopenhagen.

Die bisherigen Geheimtipps im Überblick:

Im letzten Geheimtipp-Post auf dieser Website stelle ich dir noch einmal sechs neue Geheimtipps vor und natürlich findest du ausgewählte Tracks zum Reinhören in unserer say say Geheimtips Playlist!


Spittzwell

Fangen wir mal mit einem wirklich geheimen Geheimtipp an: Spittzwell aus Atlanta ist, ganz entgegensetzt zu seinem Namen, nicht am Mic beheimatet sondern sorgt vor allem für dope Instrumentals. Seine meist boombappigen Beats sind häufig angelehnt an die Sounds der Golden Era, die er vor allem zu Beginn seiner Karriere häufig nachgebaut hat. Schau mal hier auf seiner Bandcamp-Seite nach, welchen großen Rappern er schon in Tribute-Beats gehuldigt hat.

Mittlerweile ist er vor allem dabei, Projekte mit einzelnen lokalen Künstler:innen zu machen und die Unterbauten für die Singles oder ganze Alben zu basteln. Nebenbei gibt es auch noch seine eigene Summer Daze-Reihe, die smoothe Klänge für laue Sommerabende bietet.

Der momentane Stand seiner Social Media-Followerschaft:

628 monatliche Hörer:innen auf Spotify (13 Hörer:innen aus Hamburg – da haben wohl wir viel mit zu tun ;-))

632 Follower:innen auf Instagram

247 Likes auf Facebook


Undagawds

Die Undagawds sind ein MC/Producer-Duo mit Hip-Hop Sound in Richtung Funk, Jazz und Soul – so weit, so gut. Wenn nun aber der MC Peter Manns aus Amerika und der Producer Thelonious Coltrane aus Russland kommt, der gemeinsame Standort aber Frankfurt/Main ist und sie ihr musikalisches Lager beim deutschen Label Sichtexot (u.a. Wun Two, Torky Tork oder Eloquent) aufgeschlagen haben, dann wird man hellhörig.

Die beiden verbinden oldschooligen Sound mit einem freshen Anstrich und insbesondere die Beats sind mega kreativ und abwechslungsreich. Hört einfach mal in ihre selftitled Platte aus dem Jahr 2019 rein – dürfte vielen Fans des say say Sound gefallen!

Momentaner Stand der Social Media-Followerschaft:

16.266 monatliche Hörer:innen auf Spotify

1020 Follower:innen auf Instagram

665 Likes auf Facebook


Bluestaeb

Bluestaeb hab ich euch schonmal vorgestellt, als es um meine acht Lieblingsproduceralben des Jahres ging. Der deutsche Producer Leon Giseke galt zu Beginn seiner Karriere noch als reiner Boom Bap-Producer, hat aber in seiner Diskographie mittlerweile so viel mehr als nur das zu bieten: Soul, Jazz, Neo-RnB, alles immer ein bisschen futuristisch und gleichzeitig nostalgisch. Von anfänglich reinen Instrumentalveröffentlichungen führt ihn sein Weg hin zu Kollaboalben mit JuJu Rogers (Lost In Translation) oder Soloprojekten, die er mit Vocals von internationalen Rappern wie Mick Jenkins füllt. Alles immer begleitet von ständigen neuen Soundentwürfen und ganz eigenen Rhythmen mit Wiedererkennungswert.

Momentaner Stand der Social Media-Followerschaft:

404.012 monatliche Hörer:innen auf Spotify

7046 Follower:innen auf Instagram

7776 Likes auf Facebook


Abstract Mindstate

Ein in 2021 veröffentlichtes Album, komplett von niemand geringerem Kanye West produziert, seit 2001 im Game und trotzdem „nur“ 45.000. monatliche Hörer:innen? Was ist da los?

In Chicago haben sie sich lokal schon lange ihren Namen gemacht, aber zu den großen Namen die man aus Chi-Town kennt gehörten sie nie so richtig. Schade eigentlich, denn Rapper Olskool Ice-Gre und Rapperin ​​E.P Da Hellcat haben richtig Talent! Die beiden haben vor allem in den 2000ern ihren Output gehabt und damals mit Features von John Legend oder Common echt dope Musik mit viel Fokus auf soulful Lyrics gemacht. So richtig kam der Durchbruch aber nie und so wurde nach einigen Mixtapes Ende der 00er-Jahre der Fokus erstmal wieder auf Studium und Arbeit gelegt.

2018 hat Chicago-Superstar Ye im Rahmen seiner Wyoming-Recordings die beiden aber dazu gebracht, wieder neue Musik aufzunehmen – und die MCs haben bewiesen: Sie haben es immer noch drauf. Soul-Loops, ein Kanye in I Like The Old Kanye-Manier und die Chemie des Duos in den Parts: Abstract Mindstate sollten deutlich größer sein, als sie es sind.

Momentaner Stand der Social Media-Followerschaft:

45.434 monatliche Hörer:innen auf Spotify

2723 Follower:innen auf Instagram

517 Likes auf Facebook


LOE gino

Ein Album mit dem Titel Birkenstocks with the Socks – man könnte bei LOE gino auch denken, dass er aus Deutschland kommt und drei Kinder im Alter von 26, 30 und 34 hat. Tatsächlich ist der Rapper aber in Berkeley, Kalifornien beheimatet und das hört man auch an seinem Sound. Der klingt nämlich nicht nach Socken in Sandalen auf Norderney, sondern mega fresh und viel eher so, wie man sich entspannte Tage an der Westcoast vorstellt.

Als Vorgruppe für z.B. die Phony Ppl haben ihn mittlerweile auch größere Acts auf dem Schirm, für die breite Masse reicht es aber (noch) nicht ganz. Zwei Alben und mehrere EPs (die letzte frisch 2021 erschienen) sind bisher in seiner Diskographie zu finden, allesamt versprühen sie den selben entspannten und vor allem soulful Vibe. Hört mal rein!

Momentaner Stand der Social Media-Followerschaft:

1824 monatliche Hörer:innen auf Spotify

6115 Follower:innen auf Instagram

128 Likes auf Facebook


Juga-Naut

Den Track Woodgrain habt ihr auf say say ganz bestimmt schon malgehört, das ist einer der sehr viel gespielten Songs in unserem Programm. Interpret dieses Übertracks ist der britische MC Juga-Naut, der in Nottingham neben seiner Rapkarriere auch als Koch arbeitet und so ein wenig zwischen zwei Welten steht. Er ist einer dieser Künstler, der das Ganze eben aus Liebe zur Kunst und vor allem aus Überzeugung macht und damit wie geschaffen für dieses Format ist. Seit über einem Jahrzehnt ist er bereits am Start und hat in dieser Zeit 16 Projekte veröffentlicht. Weil aus England es ja meistens eher die grimey Artists zu überregionaler Beachtung schaffen, wird es bei Juga mit seiner soulig-smoothen Art zu rappen vermutlich eher nicht mehr zum großen Wurf reichen – aber hier auf say say zählt er definitiv zu den Lieblingen. Vielleicht ja bald auch bei euch!

Sein Kollaboalbum Smoke Filled Room mit dem englischen Producer Giallo Point zählt übrigens ebenfalls zu unseren Favorites und könnte 2021 gute Chancen auf einen der höheren Plätze im Jahresbestenranking haben.

Momentaner Stand der Social Media-Followerschaft:

7439 monatliche Hörer:innen auf Spotify

5434 Follower:innen auf Instagram

969 Likes auf Facebook


Auch die letzten Shows und Tage kosten uns Geld (Miete, Lizenzen, Hosts werden weiterhin bezahlt…). Du kannst say say werbefrei und ohne Paywall genießen. Wenn Du das zu schätzen weißt, beteilige dich bitte an unseren Kosten über PayPal:

paypal.me/saysayradio


Es gibt noch ein paar letzte coole Sachen im say say shop – besser beeilen! Alle, die bei #25forsaysay dabei sind/waren können uns gerne eine Nachricht schreiben, wir schicken einen Rabattcode.


Wir freuen uns riesig über Abschiedsgrüße:

Gästebuch hier auf der Website.


Du möchtest mitbekommen, wenn wir wieder aktiv werden? Die beste Art mit say say in Verbindung zu bleiben:

say say Newsletter – jetzt anmelden!


Alle Abschiedsshows kannst du kostenlos, legal und on demand hier nachhören:

say say bei Mixcloud



Autor: Matthi (Mostdope) | Beitragsbild: Juga-Naut by Matej Rehulek

Our Blog