Female Special Weltfrauentag say say soulful hip-hop radio (ohne Datum)

FEMALE SPECIAL am Weltfrauentag • Top 10 Hip-Hop-Alben von Female MCs

Von 10.00 – 20.00 Uhr am heutigen Weltfrauentag (Montag, 8. März 2021) hörst du auf say say nur Musik von Künstlerinnen (Männer dürfen produzieren oder gefeatured sein). Mit diesem FEMALE SPECIAL feiern wir am Weltfrauentag (auch Internationaler Frauentag, Frauenkampftag, Frauentag; Infos bei Wikipedia), die Frauen dieser Welt – und vor allem die Hip-Hop- und Soul-Künstlerinnen.

Warum ein FEMALE SPECIAL?

Es ist uns eine Herzensangelegenheit, mit say say Hip-Hop-, Soul- und Funk-Fans unabhängig von ihrem Geschlecht eine musikalische Heimat zu bieten. Frauen sollen sich bei uns genauso wohl fühlen wie Männer.

Wie viele andere gesellschaftliche Bereiche war leider auch die Hip-Hop-Kultur lange dominiert von Männern (wer z.B. in den 90ern auf einem Hip-Hop-Konzert war, weiß Bescheid…). Wir freuen uns, dass sich das langsam ändert, sich mehr Frauen für Hip-Hop begeistern und mehr Frauen aktiv die Hip-Hop-Kultur mitgestalten und prägen.

Wir wollen aktiv an dieser Veränderung mitwirken. Dazu gehört zum einen, dass wir bewusst nach dopen Künstlerinnen (Rapperinnen, Female MCs, Produzentinnen) suchen, Künstlerinnen vorstellen und Künstlerinnen auf say say eine Bühne geben wollen. Dazu gehört zum anderen, dass unsere Toleranzgrenze bzgl. sexistischer Inhalte in Raptexten zunehmend sinkt und wir regelmäßig Tracks mit solchen Inhalten ablehnen/nicht in unser Programm aufnehmen bzw. aktiv aus unserem Programm entfernen.

Wenn du regelmäßig neue Female MCs aus der ganzen Welt entdecken möchtest, empfehlen wir dir übrigens das 365 Female MCs-Projekt von Lina Burghausen und ihrem Team.

Top 10 Hip-Hop-Alben von Female MCs

Anlässlich des Weltfrauentags hat unser Autor Matthi seine zehn Lieblingsalben von Female MCs zusammengestellt – check it out below!


Solche Beiträge kann es nur mit deiner Unterstützung geben. Bitte nimm‘ dir jetzt eine Minute für #25forsaysay!


Ms. Lauryn Hill – The Miseducation of Lauryn Hill

Das Solodebüt und leider gleichzeitig das letzte Album von der Ex-Fugees-Rapperin läuft bei uns über 20 Jahre nach Veröffentlichung noch immer regelmäßig durch die Boxen. Mit ihrer einzigartigen Vortragsweise zwischen Rap und Singen sowie den vielen Genreinflüssen ist es wirklich ein ganz besonderes Album. Kürzlich ist es übrigens das erste Hip-Hop-Album einer Rapperin geworden, das den Diamantstatus erreicht hat.


Rapsody – Eve

Unser Lieblingsalbum aus 2019! Rapsody hat mit Eve ein Konzeptalbum geschaffen, das den Fokus schon durch die Songtitel (u.a. Nina, Oprah, Whoopi) ganz klar auf Black Female Power legt und durch die Lyrics wahnsinnige Tiefe bekommt. Eine vollständige say say-Review zum Album kannst du dir hier durchlesen.


Sampa the Great – The Return

Unser Platz 5 im say say-Albumranking von 2019 ist ein Rap-Album, auf dem Einflüsse aus aller Welt zusammenfließen: Sampa the Great ist in Sambia geboren, in Botswana aufgewachsen, hat für ihr Studium in Kalifornien gelebt, wohnt mittlerweile fest in Melbourne, Australien und hat für dieses Album südafrikanische Klänge einfließen lassen. Genauso spannend wie sich das liest, hört sich ihr Debütalbum auch an. Zu The Return findest du hier ein ausführliches say say-Review.


Foxy Brown – Broken Silence

Auf Foxy Browns dritten Album macht die Brooklyn-Rapperin das, was sie am besten kann: Dinge, die sie stören (Lil‘ Kim, falsche Freunde, falsche Gefühle) ansprechen und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen. Im Vergleich zum mainstream-lastigeren Vorgänger Chyna Doll liegt Broken Silences Fokus verstärkt auf dem Street-Style. Durch ihre in Trinidad liegenden Wurzeln kommt an manchen Stellen gar karibischer Flair auf (Oh Yeah, Run Dem, Tables Will Turn).


CHIKA – INDUSTRY GAMES

CHIKA feiern wir spätestens seit ihrer INDUSTRY GAMES-EP aus dem letzten Jahr. Der Empowerment-Track CROWN ist der say say-Lieblingstrack 2020 geworden. Durch eine Mischung aus modernen und klassischen Sounds sowie einer Ladung Gospel bringt sie etwas ganz eigenes mit in die Hip-Hop-Szene. Mit ihrer frischen und energiereichen Art erwarten wir für die Zukunft noch einiges von CHIKA.


Eve – Scorpion

Das Album, das Eve zu einer weltweit berühmten Rapperin gemacht und ihr sogar einen Grammy für die beste Rapkollaboration (mit Gwen Stefani) verschafft hat. Das Ruff Ryder-Signing hat Flow, Power und legt vor allem ein Gespür für Hits an den Tag. Dabei werden auf Scorpion aber nicht nur patentierte Rezepte für Hits recyclet, sondern stattdessen Wert auf Abwechslung gelegt. Nach vorne gehende Tracks wie Got What You Need gibt es genauso wie eher melancholische Songs wie You Had Me, You Lost Me.


Missy Elliot – Miss E… So Addictive

Wer über Hip-Hop in den 2000ern reden möchte, kommt an Missy Elliot nicht vorbei. Nach zwei erfolgreichen Alben Ende der 90er nimmt sie mit ihrem dritten Album Miss E… So Addictive endgültig Superstar-Format an. Inklusive der absoluten Hitsingle Get Ur Freak On und zahlreichen Features der Größenordnung Method Man oder Jay-Z ist das Album bis heute ihr erfolgreichstes.


MC Lyte – Lyte As A Rock

MC Lyte kann und muss zu den Wegbereiterinnen von Female Rap gezählt werden. Als gerade mal 17-Jährige releaste sie ihr erstes Album und damit gleichzeitig das erste Full-Length-Soloalbum einer Rapperin (Quelle). Ihr Debütalbum besticht durch einerseits ihre Storyteller-Qualitäten (I Cram to Understand U (Sam) ist eine sehr berührende Erzählung über Drogenabhängigkeit) und andererseits durch ihre scharfe Zunge, wenn es um andere Artists ging.


Sa-Roc – The Sharecropper’s Daughter

Die Rhymesayers-Rapperin haben wir sogar schon persönlich kennenlernen dürfen (say say-Interview findest du hier). Sa-Rocs 2020 erschienenes Album The Sharecropper’s Daughter lässt sie storytellen, zeigt ihr ganzes Delivery-Talent, stellt ihre lyrischen Qualitäten unter Beweis und hat Botschaften ohne Ende – kurzum, es ist ein Rap-Album wie es im Buche steht


Queen Latifah – All Hail The Queen

You never catch me at my worst / You get the drift? It’s Ladies First. Das Debütalbum von einer DER Pionierinnen des Hip-Hop. All Hail the Queen enthält viel Stolz für das eigene Geschlecht, afrozentrische Themen und vor allem viele, viele Rhymes. Nicht umsonst wird es häufig zu den besten Rap-Alben der 1980er gezählt.


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Autoren: Freddy (Intro), Matthi (Alben) | Titelgrafik: Bambi20359

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