say say radio - Good Bye, Abschied, Ende

zum Ende von say say

Am Samstag, 27. November 2021, 23.59 Uhr, wird say say • soulful hip-hop radio endgültig off Air gehen. Nach 1.313 Tagen bzw. ca. 31.512 Stunden Sendezeit werden wir alle say say nicht mehr hören können.

Ich bin Freddy, der Gründer von say say. Wer schnell die wichtigsten Infos zum Ende von say say sucht, kommt HIER direkt zu unseren FAQs (unten auf dieser Seite). Wer sich etwas Zeit nimmt, den nehme ich mit hinter die Kulissen und erzähle ganz persönlich die Geschichte von say say. Für dich, für mich und für meine Kinder.


They say „They never really miss you ‚til you dead or you gone.“
So on that note, I’m leavin‘ after this song
So you ain’t gotta feel no way about Jay, so long
At least let me tell you why I’m this way, hold on

(„December 4th“ von Jay-Z)


Wie alles begann

Nach fünf Jahren Jurastudium in Heidelberg (Schwerpunkt Urheberrecht), zwei Jahren Promotion in München (Thema: Kopieren von Musik) und zwei Jahren Referendariat in Hamburg und San Francisco, startete ich meine Karriere als Rechtsanwalt im Finanzbereich einer sehr großen amerikanischen Anwaltskanzlei. Nach sieben spannenden und arbeitsreichen Jahren kündigte ich, ohne zu wissen wie es weiter geht. Im Sommer 2017 entschied ich, nicht mehr in mein altes „sicheres“ Leben als angestellter Anwalt zurückzukehren, sondern den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und das Hip-Hop-Radio zu gründen, das in Deutschland aus meiner Sicht fehlte. Mit der Unterstützung von Familie & Freunden machte ich mich an die Arbeit.

Dabei ging es mir zunächst um drei Dinge:

  1. Ich wollte genau der Hip-Hop-Musik, die ich seit Kindertagen liebte, eine Bühne geben.
  2. Ich wollte Radio neu und anders machen, vor allem mit mehr Leidenschaft für die Musik.
  3. Ich wollte eine berufliche Tätigkeit finden, für die ich brenne, Morgens voller Elan aufstehen und mit Begeisterung ins Büro gehen.

Das Ziel war nie, viel Geld zu verdienen (dafür hätte ich in meinem alten Job bleiben können). Der Traum war, ein kleines Team aufzubauen und von Hip-Hop leben zu können; „das Hobby zum Beruf zu machen“ wie es so schön heißt.

Ich machte keine Marktforschung, erstellte keinen Business Plan. Ich dachte, wenn ich Bock auf so einen Sender habe, wird es genügend andere geben, die ebenfalls Bock drauf haben. Vom Radiomachen hatte ich absolut keine Ahnung.

Nach Monaten der Musikauswahl fiel der interne Startschuss am 12. Oktober 2017 um 22.57 Uhr bei uns zu Hause in Hamburg in der Küche. Das erste gesendete Lied („Juicy“ von The Notorious B.I.G.) wurde nur von meiner Frau empfangen, die natürlich jeden Entwicklungsschritt mitgefiebert hatte (Danke, K.!) und nun mit ihrem Notebook auf der gegenüberliegenden Seite des Küchentisches saß. Nach weiteren Vorbereitungen (Danke, Sebi!) ging am 25. April 2018 die Website say-say.de live und damit say say offiziell on Air (lies hier unseren ersten Blogpost und hier den zweiten, der die Zeit bis zum Live-Gehen beschreibt).

Einen Monat später, am 25. Mai 2018, habe ich zum ersten Mal von 6 – 10 Uhr Morgens live die MORNINGSHOW moderiert. Das war noch ziemlich holprig, aber es hat (zum Glück?) kaum jemand gehört. In den ersten Monaten hatte say say Morgens ca. 10 – 30 gleichzeitige Hörer.

Das frühe Aufstehen (4.30 Uhr) war kräftezehrend, aber das Moderieren lief mit der Zeit immer besser. Einer der Gründe, warum mein Vater mir das Jurastudium empfohlen hatte war, dass er meinte, „der Junge kann reden; der sollte in einem Gerichtssaal plädieren“ (ich glaube er hatte dabei amerikanische Gerichtsfilme im Kopf). Das Rede-Talent konnte ich nun an anderer Stelle einsetzen.

Tasächlich macht mir das Moderieren heute richtig Spaß und es gibt wenige Tätigkeiten, bei denen ich so in einen Flow komme, wie während einer live moderierten Show.

Wie es lief

Der Sender entwickelte sich großartig, zumindest was Musik, Shows und allgemein den Auftritt anging.

Die Musikauswahl hatte für mich immer oberste Priorität. Mein Gedanke war: egal wie cool die Leute den Sender oder mich finden – wenn die Musik nicht 100% on point ist, werden sie say say nicht mehr einschalten. Mit diesem Mindset investierte ich jede Woche viele Stunden Arbeit in die Musik auf say say, oft Freitags (New Music Friday) bis spät in die Nacht.

Und die Musik wurde immer besser. Mir wurde immer klarer, welche Art Lieder wir suchen, nämlich vor allem positive Lieder, mit Soul und ohne diskriminierende Texte. Ich wurde immer schneller darin, diese Lieder im Internet zu finden und zu identifizieren. Gleichzeitig schärfte sich mein Verständnis dafür, welche Lieder in welche Lebenssituation passen, also ob ein Lied Morgens, während der Arbeitszeit oder besser am Wochenende laufen soll. Mit der Zeit wuchs unsere Musikdatenbank auf ca. 8.000 Lieder und dadurch die Vielfalt beim Hören.

Entscheidend für die DNA von say say sind neben der Musik unsere moderierten Shows. „Radiohörer kommen für die Musik und bleiben für die Hosts“ habe ich neulich irgendwo gelesen. Durch Streamingdienste ist Musik überall verfügbar. Radio muss mehr denn je durch Hintergrundinformationen und -Stories einen Mehrwert liefern.

In der Spitze hatten wir zehn großartige Shows pro Woche:

  • MORNINGSHOW, moderiert von mir und anderen Teammitgliedern (Danke, Julia, Alex, Tim, Dean, Anna, Lies und vor allem Dan bzw. 12 Finger Dan!)
  • FADEAWAY BARBER SHOW, US Underground Rap (Thanks, Nick!)
  • LOVE TKO, 100% Soul (Danke, Dan bzw. 12 Finger Dan!)
  • BACKSPIN FM, Podcasts & DJ Mixe (Danke an Niko Backspin, 12 Finger Dan und Boogiedown Base!)
  • TGI FRIDAY SHOW (Danke, Dan!)
  • GUT ODER GEHT SO, release-check (Danke, Jessie & DJ Reaf!)
  • BEATS & BREAKFAST, Instrumental Hip-Hop (Danke, Tim, bzw. später L-Tonic!)
  • L’HEURE DU RAP, französischer Rap (Danke, Tobias!)
  • JEAN-MARC HEUKEMES ON AIR (Danke, Jean-Marc!)
  • AFTER WORK, good Feierabend Vibes (Danke, Sören!)

Zusätzlich haben wir unzählige Specials produziert (gemixt überwiegend von 12 Finger Dan – Danke!), u.a.:

  • soulful Valentinstag
  • soulful Muttertag
  • Female Special
  • soulful Advent
  • Silvester
  • Jahrescharts
  • G-Funk Woche
  • illmatic Woche
  • Biggie Woche
  • Jay-Z Woche
  • Best of Native Tongues
  • Best of Soulquarians
  • Mac Miller Special
  • Deutschrap Special Mixe
  • Bill Withers Tribute Mix
  • DMX Tribute Mix

Außerdem haben wir unzählige Audio-Beiträge produziert, die wir ins Programm eingestreut haben (Danke, Dean, Dan und Matthi!). In der MORNINGSHOW gab es spezielle Features wie unsere Film- und Serientipps (Danke, Thomalla!) und das wöchentliche CCC-Gespräch mit Cousine Caro in Californien (Danke, Caro!).

Neben Musik und Shows entwickelte sich auch die say sayWebsite immer weiter. Alleine schaffte ich nur vereinzelt mal eine Album-Review oder ein Interview. Mit Unterstützung (Danke, Tim, Rike und Matthi!) konnten wir regelmäßig spannende Beiträge bringen und in unserem Bereich die wesentlichen News und Alben abdecken. Das schlug sich in gutem Suchmaschinen-Ranking nieder: für „Hip-Hop Radio“ erschien say say lange Zeit unter den ersten Treffern, weit vor deutlich größeren Sendern/Seiten (unser letzter Clou übrigens: gib mal „Drake Review“ bei der Suchmaschine Deines Vertrauens ein ;-)).

Das say sayTeam wuchs ebenfalls: im Herbst 2018 kam das erste Teammitglied hinzu. Wer war schon dabei, als Werksstudentin Julia gelegentlich die MORNINGSHOW moderiert hat (ihre Stimme hörst du bis heute in unseren Jingles)? In der Spitze waren wir ca. zehn Leute, wovon (mit mir) vier festangestellt waren.

Bei allem was wir gemacht haben war mir wichtig, dass es professionell ist, z. B. Branding (Danke, Björn, Dave und Floh!), Website (Danke, Raphael!), Jingles/Drops (Danke, Max!), Hintergrund-Instrumentals (Danke, JP!), Grafiken (Danke, Marek, Henrike!), Fotos (Danke, Eric!) – alles mega nice. In der MORNINGSHOW hatten wir lange Zeit professionelle Nachrichtenmeldungen von einer Agentur (mit O-Tönen), die wir selbst vorgelesen haben.

Zum einen kam ich beruflich aus einem hoch professionellen Umfeld und war das so gewohnt. Zum anderen hatte ich Angst, dass say say als reines Webradio nicht ernst genommen werden könnte. Webradio klingt für mache noch nach technikverliebten Nerds, die aus ihrem Schlafzimmer oder Keller senden. Die klassische Einteilung war: UKW Radiosender sind „richtige“ Radiosender. Webradios sind einfach nur Streams bzw. Playlisten bei denen 24/7 die gleiche Musik läuft. say say sollte diese Einteilung aufbrechen und eine neue Art von Webradio sein: Ein reines Webradio, aber mit richtiger Programmgestaltung, Morningshow, Interviews etc.

Neben dem Geldverdienen war die größte Herausforderung das Marketing. Ich bin weiterhin überzeugt davon, dass wir bei say say tagsüber einen sehr massentauglichen Sound spielen, der potenziell viele Leute begeistern kann. Die Frage war: wie erreichen wir die Menschen, die Bock auf den say say-Sound haben? Und wenn wir sie erreicht & begeistert haben – wie bringen wir sie dazu, immer wieder einzuschalten? Eine klare Antwort darauf gibt es wohl nicht, jedenfalls habe ich sie nicht gefunden. Wir haben viel über Social Media (vor allem Instagram und Facebook – Danke Patrick und Steffen!) und Suchmaschinen (SEO/SEA – Danke, Hakan!) gemacht, aber ich stand auch im Regen vor Hip-Hop-Konzerten in Hamburg und habe Flyer verteilt (Danke, Tim, Marek, Sascha für die Begleitung!).

Die Hörerzahlen sind nie explodiert, aber sie nahmen stetig zu. Im ersten Monat (April 2018) wurde say say noch 3.183 Mal eingeschaltet, im August 2020 über 130.000 Mal pro Monat. Das ist für so ein kleines Team von Radioneulingen schon ganz beachtlich (wen die Zahlen anderer Webradios interessieren, kann hier ganz nach unten scrollen).

Das liebe Geld

Seit der Entscheidung, es mit einem Radiosender zu versuchen, habe ich Vollzeit an say say gearbeitet. Wir haben ein sehr schönes Studio in Hamburg auf dem Kampnagel-Gelände (Danke, Carsten!), das natürlich Miete kostet. Wir sind kein Piratensender, zahlen Lizenzen an GEMA/GVL. Ich habe immer wert darauf gelegt, jeden zu bezahlen, der bei say say mitarbeitet. Auch wenn es nicht viel war, ich habe jeden Moderator, den du jemals auf say say gehört hast, bezahlt, und tue das bis heute.

Wo Geld rausgeht, muss natürlich Geld reinkommen. Es ist eine große Herausforderung, für ein Angebot wie say say ein funktionierendes Geschäftsmodell zu finden. Wir haben es mit einem 3-Säulen-Modell versucht: Werbung, Shop und Spenden.

Am liebsten hätten wir uns komplett über freiwillige Beiträge der Hörer (Spenden) finanziert. Wir wären unabhängig von Werbepartnern gewesen und hätten uns ausschließlich auf guten Content konzentrieren können (einige interessante Beispiele, die es so oder ähnlich machen: radio paradise (USA), ByteFM, Krautreporter (Danke, Leon!), Übermedien).

Unserem #25forsaysay-Aufruf vom Juli 2020 (uns mit €0,25 pro Tag bzw. €7,50 pro Monat zu unterstützen) sind überraschend viele Hörer gefolgt, mehr als wir erwartet hatten. Es gab einmalige freiwillige Beiträge von €50 und €100, einige unterstützen uns sogar monatlich mit €20! Das hat uns echt umgehauen, vor allem wegen der damit verbundenen Wertschätzung unserer Arbeit. In Summe kommen dadurch ca. €1.000/Monat zusammen. Alles freiwillig und ohne irgendeine Gegenleistung. Das ist schon mega. Mit dem Geld können wir die Miete fürs say say-Studio und die Musiklizenzen bezahlen, das hilft sehr. Ein riesen Dankeschön allen, die an uns geglaubt und uns unterstützt haben (wie es jetzt mit Deinen Beiträgen weiter geht, steht unten in den FAQs)!! Leider können die Beiträge bei weitem nicht unsere Ausgaben decken, dafür ist die say say Community einfach zu klein.

Der say say Shop sollte die zweite Einnahmequelle sein. Wir hatten einige Bestellungen (Danke, Sören, für die Abwicklung!) und haben dieses Jahr gut €8.000 Umsatz gemacht. Leider kam dabei nicht ein Euro Gewinn rum (durch die vielen Bestellungen am Freitag nach der Verkündung haben wir möglicherweise jetzt gerade den Break-Even erreicht).

Mein Anspruch war, nur top Qualität zu verkaufen, die ich selbst gerne tragen bzw. nutzen würde. Das bedeutete hohe Kosten im Einkauf. Wir hatten Pech, dass kurz nach Eintreffen unserer Stoffmasken die medizinischen bzw. FFP2-Masken kamen. Bei einigen Produkten habe ich mich mit den Stückzahlen verschätzt (wer hätte gedacht, dass die Tassen unser meistverkaufter Artikel werden?).

Die wichtigste Einnahmequelle musste Werbung sein. Klassische Radiowerbung besteht im Wesentlichen aus Radiospots und Sponsorings, die auf TKP-Basis bezahlt werden. TKP (im Englischen CPM) steht für Tausenderkontaktpreis, also den Preis, den man bezahlen muss, damit 1.000 Menschen mit einer Werbung in Kontakt kommen. Auf dieser Basis hätten wir nie kostendeckend arbeiten können. Dafür sind die TKP-Preise für Radiowerbung zu niedrig und unsere Hörerzahlen zu klein. Das macht erst Sinn, wenn man eine große Reichweite hat.

Diese Erkenntnis kam erst lange nachdem say say bereits an den Start gegangen war. Ich war aber nicht traurig, denn Werbeblöcke mit Spots fürs Autohaus, Müsli und Discounter hätten sowieso nicht zum Sender gepasst.

Preise für klassische Radiowerbung hätten außerdem nicht honoriert, dass man bei say say eine spitze (kaufkräftige!) Zielgruppe erreichen kann und say say eine starke Marke (Brand!) ist; „being part of being cool“ lässt sich nicht in TKP-Preisen ausdrücken.

Wir haben uns entschieden, Werbung in Form von Host-Read-Ads zu machen, also kurzen Empfehlungen, die wir selbst einsprechen. So ähnlich wie man das aus manchen Podcasts kennt. Ergänzt wurden die Host-Read-Ads durch Werbung auf unserer Website und bei Social Media. In 2020 hatten wir einige großartige Werbepartner, denen ich bis heute dankbar bin für ihr Vertrauen (hier siehst du eine Übersicht der Werbepartner).

Das Problem war, dass die Akquise von Werbepartnern extrem mühsam war (Danke, Anna, für den Einsatz! Danke auch Deniz!). Hip-Hop hat Dank mancher Deutschrapper einfach nicht den allerbesten Ruf; unsere Reichweite (also die Anzahl der Hörer) war ausbaufähig; und es war aufwendig zu erklären, was wir machen. Radiospots? kennt & versteht jeder. Podcastwerbung? kennen mittlerweile auch die meisten. Host-Read-Ads bei einem Webradio? Noch nie gehört.

Und wenn die Akquise erfolgreich war, war die Abwicklung ebenfalls sehr aufwendig. Alles wurde händisch, individuell gemacht; es gab wenig Möglichkeiten für Prozesse oder Automatisierungen.

Trotz vielversprechender Ansätze hat say say sich wirtschaftlich nie voll getragen. Die Ausgaben waren durchgehend höher als die Einnahmen.


No plan is foolproof – we all must meet our moment of truth
(„Moment of Truth“ von Gang Starr)


Warum es zu Ende geht

Die kurze Antwort ist: weil say say als Unternehmen nicht aus den roten Zahlen gekommen ist und kein Geld mehr hat. Die lange Antwort:

Die wirtschaftlichen Herausforderungen habe ich oben beschrieben. Bis zum heutigen Tag habe ich jeden Monat viel eigenes Geld in say say gesteckt, in Summe einen deutlich sechsstelligen Betrag. Meine Arbeitszeit ist dabei noch nicht berücksichtigt (ich habe mir kein Gehalt ausgezahlt).

Die wirtschaftlichen Probleme hätten sich möglicherweise leichter lösen lassen, wenn wir mehr Hörer gehabt hätten. Wir hatten eine beachtliche Hörerschaft (Zahlen siehe oben) und einige sehr treue Fans (Danke Euch!), aber es hätten viel viel mehr sein müssen. Mehr Hörer angesichts von Arbeit, Zeit und Geld, die wir investiert haben, aber auch angesichts des – zumindest aus meiner Sicht – herausragenden Produkts.

Haben wir die richtigen Leute nicht erreicht? Haben wir sie erreicht, aber nicht richtig kommuniziert wofür wir stehen? Haben sie reingehört, aber uns danach schlicht vergessen (kenne ich selbst von anderen Angeboten…)? Lief im Moment des ersten Reinhörens gerade ein Lied, das ihnen nicht gefiel? Gibt es möglicherweise gar nicht so viele Leute, die Bock auf soulful Hip-Hop haben? Haben die Leute mehr Bock auf ihre Playlisten als auf Radio? Ist Internetradio doch noch weniger verbreitet, als gedacht (es hat eben nicht jeder Sonos, Bose, Alexa und Google oder Apple Car Play im Auto)? Ist say say als Sender gar nicht so gut wie ich glaube? Diese Fragen habe ich mir oft gestellt (bis auf die Letzte ;-)). Die Antworten werden wir nie erfahren.

Ich glaube nach wie vor an das Thema „soulful Hip-Hop / classic Hip-Hop für eine erwachsene Zielgruppe“ und bin gespannt, wer in Zukunft in Deutschland damit Erfolg haben wird.

Unabhängig vom Geld war say say für mich persönlich eine große Herausforderung. Ich wollte Radio machen, mich mit der Musik beschäftigen, die Hörer mit soulful Hip-Hop begleiten. Mir ging es nicht darum, der Chef von say say, Radiomanager oder Unternehmer zu sein. Das musste ich aber. Die Gestaltung der Inhalte (des Contents) war nur ein Teil der Aufgaben. Hinzu kamen alle anderen Themen, die auf die eine oder andere Weise jeder Unternehmer kennt: Marketing (Social Media!), PR, Vermarktung/Vertrieb, Buchhaltung/Steuern, IT, Personal, Office Management etc.

Tasächlich würde allein die Betreuung der Musik auf say say locker einen Vollzeitjob ausfüllen. Ebenso Moderation und Redaktion der MORNINGSHOW. Dazu noch die ganzen anderen Aufgaben, das war für so ein kleines Team einfach zu viel und hat mir persönlich viel Freude an der Arbeit genommen.

Meine persönliche Bilanz

Ich bin in den letzten Jahren oft gefragt worden, ob ich es nicht manchmal bereuen würde, meinen gutbezahlten Job in der Großkanzlei aufgegeben zu haben. Ich habe es noch nicht eine Sekunde bereut. Das war eine spannende Zeit und ich hatte viele tolle Kollegen, aber es war einfach nicht das Richtige für mich. Ich bin froh, dass ich das erkannt habe und den Mut hatte zu kündigen, ohne zu wissen wie es weitergeht.


For what its worth yo, I got no regrets
(„No Regrets“ von Masta Ace)


Nun werde ich wohl oft gefragt werden, ob ich es bereue, say say gegründet zu haben. Auch das habe ich noch nicht eine Sekunde bereut. Entscheidend ist für mich, dass ich es versucht habe. Mit vollem Herzblut, ohne Plan B. Ich muss nicht mehr über „hätte, könnte, sollte“ grübeln, denn ich habe getan. Es hat nicht funktioniert? That’s life. Das möchte ich meinen drei Kindern vermitteln, wenn ich ihnen von say say erzähle:

Das größte Risiko ist, es nicht zu versuchen (nothing is riskier than not taking risks). Wer es nicht versucht, kann es nicht schaffen. Wenn du an etwas glaubst, dann versuch es!

Ich bin wahnsinnig stolz darauf, wie verdammt gut say say geworden ist. Bin natürlich nicht ganz objektiv, aber ich finde den Sender absolut meeeeega und kenne nichts Vergleichbares. Jedes Lied sitzt – all killer no filler. Immer die richtige Musik zur richtigen Tageszeit. Alles Shows sind mega. Die Audio-Beiträge sind super interessant. Ich war selbst einer der treusten Hörer und weiß ganz ehrlich nicht, was ich in Zukunft hören soll. Ich kenne keinen Radiosender, keinen Stream, keine Playlist oder sonst ein Angebot, das so coole Musik spielt, wie say say. Auch optisch sieht alles super cool aus und ich freue mich jedes Mal, wenn ich unsere Website öffne oder den Instagram-Feed anschaue.

Das ist nicht nur mein Verdienst, darauf können alle (aktuellen & ehemaligen) Teammitglieder stolz sein. Wir hatten keine Ahnung vom Radiomachen und haben einen mega coolen Sender auf die Beine gestellt. Darauf können auch alle Hörer stolz sein, die an uns geglaubt und uns unterstützt haben. Wenn Du bis hierhin gelesen hast, bist Du vermutlich einer davon. Du bist ebenfalls ein Teil der say say-Geschichte, denn ohne Dich hätten wir nicht die Motivation und Energie gehabt, so lange durchzuhalten.


I never lose. Either I win or I learn.
(Ice-T bei Twitter)


Ich habe eine Menge gelernt: sowohl neue Fähigkeiten als auch über meine bestehenden Stärken und Schwächen. Und ich war sehr viel außerhalb der berühmten Comfort Zone.

Vor say say war ich z. B. absolut gegen Social Media, hatte sogar mein Facebook Account vor vielen Jahren gelöscht. Heute bin ich wohl der einzige in meinem Bekanntenkreis, der auswendig weiß, in welchem Format man bei welchem Social Media Dienst ein Bild posten kann und wie genau man jetzt den Link in die Insta-Story bekommt.

Bin ich trotzdem traurig, dass say say zu Ende geht? Sehr sogar. Vor ein paar Tagen lief bei uns zu Hause in der Küche say say. Dabei kam mir der Gedanke, dass ich say say bald nicht mehr hören kann und das hat mich echt umgehauen. Aber das ist OK, die Trauer gehört dazu. Die geht vorbei.

Was bleibt ist, dass ich

  • stolz darauf bin, den Schritt gegangen zu sein,
  • stolz darauf bin, wie mega gut say say geworden ist,
  • dankbar bin, mit so einem coolen Team gearbeitet zu haben,
  • dankbar bin, dass wir so viele Menschen mit der Musik die wir lieben begeistern durften,
  • dankbar, dass ich mich gut vier Jahre so Intensiv mit der Musik beschäftigen durfte: Musik hören war Arbeit! Blogs lesen war Arbeit! Dokus schauen war Arbeit! ich durfte Sa-Roc, Evidence, Masta Ace, Apollo Brown, Children of Zeus, Douniah, Serious Klein, Agajon zum Interview treffen! und
  • dankbar, dass ich so viel gelernt und erlebt habe.

Meine Liebe zu Hip-Hop hat mich dazu inspiriert, say say zu gründen. Und die Liebe jedes Teammitglieds und jedes Hörers zu Hip-Hop hat uns alle zusammengebracht. Diese Liebe zu Hip-Hop bleibt – bei mir und bei Dir.

Ich wünsche mir, dass say say ein Manifest bleibt für soulful Hip-Hop und die positiven Seiten der Hip-Hop-Kultur. Vielleicht inspiriert es auch den ein oder anderen, ein Risiko einzugehen für etwas, an dass er/sie glaubt.

Im Text waren schon viele Danksagungen enthalten. Vielen Dank auch meinen Freunden Sebi, Philipp und Dirk, die das say say-Thema enger begleitet haben. Last but not least ein herzlicher Dank an meine Familie: Meine Eltern haben mich schon 1994 nach Frankfurt zum RHP-Konzert gehen lassen und mir 1997 Platz im Keller gemacht, damit ich zwei Plattenspieler aufbauen konnte; den Schritt, den Sender zu gründen haben sie ebenfalls unterstützt und begleitet. Ohne meine Brüder hätte ich vielleicht nicht zu Hip-Hop gefunden und sie haben say say mit ihren Familien eng mitverfolgt. Meine drei Kinder waren ein Motor dafür, dass ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe, denn ich wollte vorleben, dass man es versuchen soll. Sie sind begeisterte say say Fans, lieben das say say Studio, waren oft in der MORNINGSHOW am Mikrofon, tragen voller Stolz die Sachen aus dem say say Shop und sind für einige unserer Jingles verantwortlich („Hoch die Hände, Wochenende!“). Ohne die Unterstützung meiner Frau hätte es say say sicher nie gegeben und sie hat Vieles auf sich genommen, damit ich diesen Traum verfolgen konnte (u.a. viele Morgende alleine drei kleine Kinder versorgt während ich die MORNINGSHOW gemacht habe). Danke!

Ich werde say say vermissen. Und wenn ich das tue, werde ich mich daran erinnern, dass das ein Beleg dafür ist, wie viel say say • soulful hip-hop radio mir bedeutet hat. Vielleicht geht es Dir ähnlich?

Alles Gute, haudi gaudi & bleib‘ soulful,

Freddy


If you can’t respect that, your whole perspective is wack
Maybe you’ll love me when I fade to black

(„December 4th“ von Jay-Z)


Wir möchten von Dir hören!

Bitte schicke uns eine Sprachnachricht / Voicemail und erzähle uns, was Dir say say bedeutet. Vielleicht fällt Dir ein Lied ein, das Du bei say say entdeckt hast oder das Du mit say say verbindest? Wir würden uns mega über eine kurze Nachricht (ca. 30 Sekunden) von Dir freuen!!

In den letzten Tagen vor dem Ende werden wir die Sprachnachrichten auf say say senden. Wenn Du das nicht möchtest, sag es bitte bei der Sprachnachricht dazu.

Bitte per E-Mail an die Adresse im Impressum oder per WhatsApp / iMessage an: null eins sechs null 95486198.

Wir möchten von Dir lesen!

Wir würden uns mega freuen, wenn Du uns einen kurzen Gruß hier auf der Website hinterlässt. Kommentare bei Social Media sind schnell vergänglich, daher haben wir hier ein gutes altes Gästebuch eingerichtet.


Unsere Geschenke für Dich!

say say radio auf Mixcloud – Shows & Live

Wir haben ein Show-Archiv bei Mixcloud eingerichtet: mixcloud.com/saysayradio.

Bei Mixcloud kannst Du say say Shows hören – kostenlos, legal und ohne Registrierung!

Du findest dort schon einige aktuelle Shows (z. B. die MORNINGSHOW vom 12. November 2021, in der ich das Ende verkündet habe). In Zukunft werden wir unser Archiv weiter öffnen und mehr Shows hochladen.

Mixcloud haben eine ganz schicke App und man Mixcloud leicht mit SONOS verbinden.

Folge say say • soulful hip-hop radio bei Mixcloud!

say say radio auf Spotify – kuratierte Hip-Hop-Playlists

Unsere say say Musikdatenbank ist ein riesiger Schatz, in dem unfassbar viel Arbeit & Know-How steckt. Für die say say Hörer öffnen wir zum Abschied unsere Schatztruhe und überführen Teile der Datenbank in Playlisten auf Spotify. Es wird z. B. eine „Work“-Playlist geben, die Du tagsüber bei der Arbeit hören kannst; in weiten Teilen wirst Du dort die Lieder hören, die zur Arbeitszeit bei say say liefen.

Folge say say • soulful hip-hop radio bei Spotify!

Lass uns in Verbindung bleiben!

Die sicherste Art, mit say say in Verbindung zu bleiben, ist unser Newsletter (jetzt hier anmelden!).

In letzter Zeit haben wir den Newsletter wenig eingesetzt, aber vielleicht ändert sich das. Facebook gerät immer mehr in Vergessenheit und Instagram wird es mittelfristig ähnlich gehen. Das Format Newsletter hat gute Chancen, die Social Media Trends zu überleben.

Unsere Social Media Kanäle bleiben erstmal ebenfalls bestehen, folge @saysayradio daher gerne weiterhin auf Instagram, Facebook, Twitter und LinkedIn. Ich persönlich nutze Twitter am meisten und tweete dort regelmäßig Musiktipps.


And we outta here
Yo, what happened to peace?
Peace, peace, peace

(„Paid in Full“ von Eric B. & Rakim)



FAQs zum Ende von say say • soulful hip-hop radio

Wann genau ist Schluß mit say say?

Am Samstag, 27. November 2021, um 23.59 Uhr wird say say endgültig off Air gehen bzw. der Stream wird deaktiviert. Das wird live on Air passieren, Du kannst also bis zur letzten Sekunde live dabei sein.

Was glaubst Du wird der allerletzte Track sein, den wir spielen?

Läuft das Programm bis zum Ende normal weiter?

JA! Das say say Team hat sich entschlossen, alle Shows bis zum letzten Tag weiter zu produzieren:

  • MORNINGSHOW, Mo-Mi 6 – 10 Uhr light mit täglich frisch produzierten Beiträgen; Donnerstags, 8 – 10 Uhr, live mit 12 Finger Dan, Freitags, 8 – 10 Uhr, live mit Freddy
  • Dienstags, 20 – 22 Uhr, DEUTSCHRAPS LIEBLING mit DJ Reaf
  • Mittwochs, 20 – 21 Uhr, BACKSPIN FM mit Niko, Dan und Base
  • Donnerstags, 18 – 20 Uhr, AFTER-WORK mit Sören
  • Freitags, 16 – 20 Uhr, TGI FRIDAY SHOW mit den Soulbrotha
  • Sonntags, 18 – 20 Uhr, LOVE TKO mit 12 Finger Dan

Auch außerhalb der Shows werden wir die Musik wie gewohnt fresh halten und bis zum Ende neue Titel hinzufügen.

Passiert bis zum Ende noch etwas Besonderes auf say say ?

JA! Die Abschiedsshows werden bei allen Shows etwas ganz Besonderes. Jeder Host wird zum Abschied ein Best of seiner bisherigen Shows veranstalten.

  • letzte LTKO: Sonntag, 21. November
  • letzte DEUTSCHRAPS LIEBLING: Dienstag, 23. November
  • letzte MORNINGSHOW mit Dan: Donnerstag, 25. November
  • letzte AFTER WORK: Donnerstag, 25. November
  • letzte MORNINGSHOW mit Freddy: Freitag, 26. November
  • letzte TGI FRIDAY SHOW: Freitag, 26. November
  • Bonus: am Montag, 22. November macht Matthi ein Special zu KENDRICK LAMAR

Alle Abschiedsshows gibt es nach der Sendung kostenlos und on demand auf unserer Mixcloud-Seite.

Gibt es eine Abschiedsparty?

JA! Wir wollen say say mit einem Bang beenden und mit Euch zusammen das Ende feiern. Dafür machen wir am Samstag, 27. November 2021, ab 18 Uhr eine große Abschiedssause, live aus dem say say Studio. Alle Hosts werden live dabei sein! Mark your calendar!

Auf Grund der wieder sehr ernsten Corona-Situation können wir leider keine Gäste ins Studio einladen.

Wird der Stream ab dem 28. November 2021 wirklich nicht mehr hörbar sein?

Genau. Am Ende der Abschlussfeier werden wir den Stream feierlich deaktivieren. Da hörst Du dann nur noch Stille oder eine Ansage, die auf das Ende hinweist.

Du kannst weiterhin unsere Shows auf Mixcloud hören (siehe oben) oder unsere Musikauswahl bei Spotify genießen (siehe oben).

Warum geht es mit say say zu Ende?

Es hat wirtschaftlich und persönlich nicht funktioniert (Details siehe oben).

Was ist mit meinen Beiträgen für #25forsaysay?

Erstmal tausend Dank, dass Du uns finanziell unterstützt hast! Echt mega, dass Du say say so gefeiert hast! Bis Ende 2021 haben wir noch viele laufende Kosten (u.a. die Miete fürs Studio läuft sogar noch bis Ende Januar 2022). Es wäre daher großartig, wenn Du Deine automatischen Zahlungen erst Ende Dezember kündigen würdest. Vielen Dank!

Alle Supporter können schon jetzt mit 70% Rabatt im say say shop einkaufen. Schreib‘ uns bitte eine Nachricht (hier) mit Deinem Namen und Deiner E-Mail-Adresse dann schicken wir Dir den Rabattcode. In der letzten Woche wird der Rabattcode für alle veröffentlicht.

Wird der say say shop ebenfalls schließen?

Ja. Der Shop schließt ebenfalls am 27. November 2021. Bis dahin machen wir einen großen SALE – ALLES MUSS RAUS mit 70% (!) auf alles im say say shop! Kappen, Beanies, Shirts, Hoodies, Tassen – alles super hochwertige und coole Sachen!

Der Rabatt steht vorab denen zur Verfügung, die bei #25forsaysay dabei sind. In der letzten Woche stellen wir den Rabattcode allen zur Verfügung.

Was ist mit der Website?

Die Website say-say.de wird zunächst online bleiben, damit jeder sich über das Ende von say say informieren kann. Außerdem kannst Du natürlich gerne in alten Blogbeiträgen stöbern, da gibt es einige coole Musik zu entdecken!

Warum lasst Ihr say say nicht als Hobby weiterlaufen?

Wegen der Kosten und dem Aufwand. Das Stream-Hosting kostet uns aktuell ca. €250/Monat, hinzu kommen die Musiklizenzen (GEMA/GVL). Der Stream muss technisch und musikalisch betreut werden. Wir wollen jetzt auch einen Schlußstrich ziehen.

Du kannst weiterhin unsere Shows auf Mixcloud hören (siehe oben) oder unsere Musikauswahl bei Spotify genießen (siehe oben).

Warum versucht ihr nicht, über das Internet (Steady, Patreon, Kickstarter…) Geld einzusammeln?

Um Musiklizenzen, Studiomiete, Studioequipment, Gehälter, Marketing, Software, Steuerberater etc. zu finanzieren ist monatlich ein fünfstelliger Betrag erforderlich. Die say say Community ist nicht groß genug, um so einen Betrag zu stemmen.

Was ist mit den Social Media Kanälen (Instagram, Facebook, Twitter…)?

Unsere Social Media Kanäle bleiben erstmal bestehen, folge @saysayradio daher gerne weiterhin auf Instagram, Facebook, Twitter und LinkedIn. Ich persönlich nutze Twitter am meisten und tweete dort regelmäßig Musiktipps.erst bestehen. Insbesondere bei Twitter werde ich weiterhin Musik empfehlen.

Ich möchte Euch einen Abschiedsgruß hinterlassen – wie mache ich das am Besten?

Es wäre total schön, wenn Du uns etwas in unser Gästebuch hier auf der Website schreibst.

Außerdem freuen wir uns mega über Sprachnachrichten / Voicemails mit einem persönlichen Abschiedsgruß von Dir! Was bedeutet Dir say say? Vielleicht fällt Dir ein Lied ein, das Du bei say say entdeckt hast oder das Du mit say say verbindest? Wir würden uns mega über eine kurze Nachricht (ca. 30 Sekunden) von Dir freuen!!

In den letzten Tagen vor dem Ende werden wir die Sprachnachrichten auf say say senden. Wenn Du das nicht möchtest, sag es bitte bei der Sprachnachricht dazu.

Bitte per E-Mail an die Adresse im Impressum oder per WhatsApp / iMessage an: null eins sechs null 95486198.

Wo kann ich die Show Hosts in Zukunft hören?

Folge ihnen bei Social Media und Du bekommst alles mit:

Ich mache eine Party – kann ich einen der say say DJs buchen?

Absolut! Schreib uns gerne eine Nachricht (hier) oder wende dich direkt bei Social Media an den jeweiligen DJ (12 Finger Dan, DJ Reaf und Sören sind alles professionelle DJs).



Autor: Freddy / Datum: 14. November 2021 / Kategorie: In eigener Sache

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